Das “Winter Pow-Wow” in Radebeul am 18. Februar 2017

Winter Pow-Wow in Radebeul/Sachsen

Ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit den Native Americans, Autochthon PeoplesAmerican Indians, First Nations, schlicht den Ureinwohner Nordamerikas.
Vor drei Jahren war ich mit einer Freundin in Kanada auf einem Roadtrip von Vancouver Island (British Columbia) nach Cape Brenton (Nova Scotia) unterwegs. Nach dem Besuch meiner früheren Gastmutter in Saskatchewan wollten wir weiter zu ihrer Schwester fahren, die im ca. 600km entfernten Winnipeg lebt. Für kanadische Verhältnisse gleich um die Ecke. Auf dem Weg dorthin wollten wir Sabrina besuchen, auch eine ehemalige Gastmutter einer Freundin, die eine echte Ureinwohnerin aus dem Stamm der Ojibwe ist.

Auf dem Trans-Canada verlor ein entgegenkommender Pickup-Truck die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte uns frontal. Wie durch ein Wunder kam dabei niemand ums Leben. Unser Leihwagen war zwar ein Totalschaden, hat uns jedoch das Leben gerettet. Oder wie meine Gastmutter (die Métis-Wurzeln hat) zu sagen pflegte: “Meine Mutter wacht über euch”.
Die RCMP (Polizei) fuhr uns 100km zurück nach Regina. Am Flughafen bekamen wir ohne Probleme und sehr schnell ein neues Auto.

Das Manito Ahbee International Pow-Wow

Nun konnten wir endlich die Ureinwohnerin besuchen. Sie lud uns in ihr Haus ein, zeigte uns ihre Farm mit den Bisons und gab uns zum Abschied einige Kräuter mit, die uns beschützen sollten. Sie war es auch, die uns von dem Manito Ahbee International Pow Wow in Winnipeg/Manitoba erzählte. Und da wir eh nach Winnipeg wollten, um die Schwester meiner Gastmutter zu besuchen, passte es ganz gut. Wir gingen an einem Sonntag auf das Pow-Wow und erlebten somit den Höhepunkt des dreitägigen Festivals. Seitdem haben Pow-Wows für mich eine besondere Bedeutung, da meine Freundin und ich noch leicht von dem Unfall traumatisiert waren und somit die überschäumende Lebensfreude des Festivals und der Menschen dort noch stärker in uns aufsogen.

Was sind Pow-Wows?

Diese Pow-Wows sind traditionelle Treffen, die mehrmals im Jahr und auch an verschiedenen Orten stattfinden. Sie werden von den Ureinwohnern veranstaltet und gehen meist über ein Wochenende. Für mich ist es eine wunderbare Art, ihre Kultur durch Tanz und Gesang auszudrücken. Die großartigen, aufwendigen Kostüme sind immer der absolute Hingucker. Es war wunderbar, die Energie der Menschen zu spüren, ihre Lebensfreude und dieser Stolz auf ihre Ahnen, die Überlieferungen und natürlich diese kraftvollen Gesänge und Trommelschläge, die mir durch Mark und Bein gingen.

Als ich dann zu Weihnachten Karten für ein Winter-Pow-Wow in Deutschland bekam, habe ich mich sehr gefreut, endlich mal wieder solch einem Spektakel beiwohnen zu dürfen.
Es findet am Samstag, dem 18. Februar 2017 in Radebeul/Sachsen statt. Ich freue mich schon sehr, dort wieder mit meiner guten Freundin zusammen hinfahren zu können, so dass wir unsere Erinnerungen aufleben lassen dürfen und die deutsche Variante der Pow-Wow’s kennenlernen. Auf der Seite www.powwow-kalender.de kann man alle weiteren Infos bekommen und auch Karten via Email bestellen.

Es gibt für alle “Indianer”-Freunde auch noch eine weitere tolle Veranstaltung in Deutschland:

Wir überlegen bereits, ob wir dran teilnehmen werden.

Pow-Wow Walk on the Wildside

 

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