Räuchern zu den Raunächten

Räuchern zu den Raunächten

Es kann gut sein, dass ihr die letzten Tage und Wochen sehr viel über Raunächte, Räuchern, Wintersonnenwende und ähnliches gelesen habt. Das kann ja kein Zufall sein. Auch wir reihen uns mit ein, denn wir empfinden es als wichtiges und schützenswertes Brauchtum, das am Leben erhalten werden soll.

Auch beim Thema Räuchern ist es so. So ist es interessant, dass seit einigen Jahren das Interesse am Räuchern stetig wächst. Aber es war ja schon immer so, dass die Menschen sich in turbulenten Zeiten zu alten „Traditionen“ und Bräuchen hingezogen fühlten. Der aromatische Rausch scheint etwas zu schenken, was gerade benötigt wird.

Am vergangen Mittwoch haben wir unseren ersten Räucherworkshop gegeben, in dem wir relativ viel verräuchert haben um uns auf die Suche nach dem Duft und seiner Wirkung zu machen. In der kleinen Runde von 12 interessierten Frauen, haben wir uns im Peace of Land auch dem Thema Raunächte angenommen und alle Teilnehmerinnen haben eine kleine oder auch große Fragensammlung für die Raunächte mitbekommen.

Es ist gerade mein Bedürfnis die Raunächte und auch das Räuchern zu zelebrieren, deshalb möchte ich euch daran teilhaben lassen.

     

Räuchern als Brauchtum vom 24. Dezember bis 06. Januar

Traditionelles Räuchern, eben als Brauchtum ist in unseren Breiten fast verschwunden. Aber in vielen Teilen der Alpenlänger ist es noch tief verankerte Tradition. Vor allem ist es üblich zwischen den Jahren zu räuchern.  Am häufigsten wird an folgenden Tagen geräuchert: Am 24. Dezember, 31. Dezember und 5. Januar. Zuerst werden die Ställe neben den Bauernhöfen und dann die Häuser von unten nach oben gereinigt/ausgeräuchert. Die Luft sollte dabei gereinigt und desinfiziert werden und man will böse Geister vertreiben. Man tat es dreimal hinter einander, um keine schlechten Energien mit ins neue Jahr zu nehmen. Im Alpenraum sind folgende Stoffe üblich: Weihrauch, Myrrhe, Speik. Weihrauch und Myrrhe sind zwei Harze. Speik ist eine seltene Heilpflanze, die fast nur dort regional wächst und wegen ihrer Rarität unter Naturschutz steht und nur von wenigen autorisierten Firmen gepflückt werden darf. Sie verwenden die Wurzel davon.

Es war und ist eine Zeit der Einkehr, des sich Besinnens, Rückschau halten und Pläne für das neue Jahr Schmiedens.

 

Ein paar Fragen für die Raunächte könnten sein:

Was ist in diesem Jahr geschehen, für das ich danken kann?

Was habe ich erfahren und gelernt?

Wer war an meiner Seite und hat mich durch das Jahr begleitet?

Was war das Thema dieses Jahres?

Was habe ich besonders gut gemacht?

Was ist  noch offen?

Was lasse ich zurück, was nehme ich mit?

     

Ruhe einkehren lassen

Die Zeit ist dafür geeignet, dass man sich nicht nur an besondere Ereignisse erinnert, sondern an die Gefühle, die im Jahr relevant waren. Das können wir durch geistiges Tun, wie lesen, kreativ sein oder auch meditieren vollbringen. Die Tage sind auch wunderbar dafür gedacht, uns mit der Erde zu verbinden, unseren Ahnen und Verbündeten, die wir ja überall um uns haben.

Dieses Gefühl sich mit allem verbunden zu fühlen, bis hin zu den geistigen Wesen, lässt sich in dieser Zeit verstärken. Denn die Pforten zum Andersreich, den Toten und Geistern, sind laut dem Volksglauben der Germanen, in diesen Nächten besonders weit offen.

Daher nutzte man die Zeit früher und heute ebenso zum Orakeln (Bleigießen ist uns noch erhalten geblieben) um Wünsche, Pläne oder Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Auch die Tage an sich, vom 24.12. – 06.01. sollen die zwölf kommenden Monate darstellen und sinnbildlich für jeweils einen Monat stehen. Der 25.12. steht für Januar, der 26.12. für Februar usw. Die wichtigsten Nächte sind aber die Nacht zum 25.12., die Silvesternacht und die Nacht zum 06.01.. Hier geht es konkret um die Themen: Rückblick/Wurzeln, Wandel/Orakeln und Neubeginn/Realisierung

Räuchern Raunächte Walk on the Wildside

Raunächtemischung

In meiner Räuchermischung für diese Raunächte sind folgende Zutaten enthalten:

Alant – zur Verstärkung der Wirkung der anderen, Kraft, bringt alles an seinen richtigen Platz

Mistel – für die geistige, luftige Führung und die Anderswelt, das wichtigste Kraut zur Weihnachtszeit, Wunschkraut

Johanniskraut – für die fehlende Sonne, beruhigend, harmonisierend

Beifuss – für Wärme und Offenheit und starke Reinigungskraft,

Weihrauch – für die männliche Kraft, heilig, löst Ängste und Verspannungen

Salbei – für die  geistige und energetische Reinigung und Schutz, heilend von Negativem

Eisenkraut – Das heilige Kraut der Druiden und Hexen, heilt Verletzungen, Kraut der unbesiegbaren Kraft, zieht Glück und Erfolg an

Angelika – liebevolle und sanfte Führung in Totenreich, gegen belastende Geistwesen, löst alte Blockaden

Wacholder – Schutz und Hoffnung, ältestes Räucherkraut der Menschheit, wendet Negatives zum Positiven

Rosmarin – die liebevolle Kraft, stärkt die Wahrnehmung und Konzentration

Myrrhe – für die große Mutter, Gaia, Kraft und Gnade, gibt süße Schwere

Fichtenharz – für unsere Natur, Reinigung und Schutz,

Holunderholz – für den Übergang der Götting Holle, regt Immunsystem an.

Die Mischung ist wunderbar rund und harmonisch. Vielleicht probiert der eine oder andere sie ja auch aus. Ich freue mich über euer Feedback.

Wir wünschen euch entspannte Raunächte und eine besinnliche Zeit mit eurer Familie. Wir sind ab dem 6.1. wieder in vollem Umfang erreichbar. Ruht euch aus!

Alles Liebe Lydia und Tom

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