Samhain – Jahreskreisfest – 31.Oktober/01.11.2017 – Räuchern

Es wird draußen dunkler, kälter, nasser und windiger. Für mich die perfekte Jahreszeit mich etwas zurück zu ziehen. Mich zu besinnen, wieder mehr der kreativen Handarbeit nachzugehen, mal wieder zu zeichnen, malen und vor allem mehr zu lesen. Wenn man mit Kindern und Tom viel draußen ist, bleibt dafür nicht so viel Zeit. Samhain steht heute Nacht an und es passt so wunderbar zu meiner Stimmung. Dieses alte irisch-keltische Fest kennen wir in der leicht abgewandelten und amerikanisierten Form des Halloweens. Aber eben auch bei Samhain geht es um den Kontakt zu den Toten, unseren Ahnen, der Anderswelt. Auch wenn Halloween gern mit dem Gruselfaktor wirbt, weiß jeder der mich kennt, dass ich mit Horror so gar nichts am Hut habe. Für mich ist der Gedanke interessant eine Brücke zu den Ahnen, den Verstorbenen zu schlagen und Resümee zu ziehen über das Vergangene und etwas Inne zu halten.

Da Tom gerade im Herbstcamp in Prebelow ist, habe ich einige ruhige Abende ganz für mich (wenn der Kleine im Bett ist). Mein inneres Feuer, die Kräuter und das Räuchern kitzeln mich seit Tagen wieder unentwegt. Also hab ich begonnen, endlich mal eine Übersicht der vorhandenen Räucherwaren zu machen und die Liste kann sich sehen lassen:
45 Harze, Hölzer, Gewürze, Kräuter und Blüten haben wir in diesem Jahr gesammelt oder gekauft um verschiedene Räuchermischungen zu machen. Da ich interessante Gerüche sehr mag, experimentiere ich viel, um den Duft kennenzulernen und auch die Wirkung die es auf mich hat. Erst dadurch spürt man, welche Düfte miteinander harmonieren.
Aber natürlich schaue ich auch immer in mein schlaues Buch Räuchern mit heimischen Kräutern von Christine Fuchs. 
Dort finde ich immer wieder tolle Anregungen und Inspiration. Meine Räuchermischung für heute Abend wird aus folgenden Inhaltsstoffen bestehen:

 1/2 TL Weihrauch, 1 TL Efeuholz, 1 TL Wermut, 2 TL Mistel, 1 TL Lavendel, 1/2 TL Zedernspitzen, 2 TL Beifuss

Samhain Räuchern

Also werde ich es mir heute Abend mit einer großen Tasse Tee im Zimmer gemütlich machen, meine Räuchermischung anmachen und mich mit folgenden Fragen beschäftigen:

Was war wichtig in der letzten Zeit für mich? Welche Themen gab es immer wieder? Wie bin ich damit umgegangen? Was haben diese Themen mit mir zu tun? Wie möchte ich weiter mit ihnen umgehen? Sollte ich einige davon loslassen?

Ich verwende für das Räuchern eine kleine selbstgetöpferte Tasse. Sie ist die erste die ich je auf einer Töpferscheibe gedreht habe, aber es steckt ganz viel Herz drin. Darin gebe ich etwas Sand und lege eine große, an einer Kerze angezündete Räucherkohle drauf, da ich länger davon schnuppern möchte. Nach und nach gebe ich etwas von der Mischung darauf. Bis alles “verraucht” ist, dauert es etwa eine halbe Stunde. Diese halbe Stunde gehört nur mir, der Tasse Tee und den Düften.

 

Erzählt mir auch gern von euren Ritualen zu Samhain oder den Jahreskreisfesten, wenn ihr welche habt. lydia@walk-on-the-wildside.de

Wünscht ihr euch vielleicht einen Workshop zum Thema Räuchern oder Jahreskreisfeste? Dann schreibt uns auch gern über unser Kontaktformular.