Veränderung und Neues aufbauen

Warum wir den Blick nach Vorne richten sollen

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Wenn wir etwas nicht wollen, werden wir meist wütend und rebellieren dagegen. Ob das ein 3-jähriges Kind mit einem Tobsuchtsanfall tut, ein Teenager als “Pubertier” oder der Erwachsene, der sich lautstark beschwert und sei es nur an der Kasse vom Supermarkt. Irgendwas läuft ganz und gar nicht so wie wir es wollen und deshalb wird mit Worten oder (als Kind) mit vollen Körpereinsatz dagegen vorgegangen. Ob das zielführend ist und uns die Veränderung bringt, die wir uns wünschen, wissen wir nicht oder können wir gar nicht einschätzen.

Natürlich gibt es auch Menschen, die sich dann in solchen Situationen zurückziehen, ob in sich oder aus der Situation. Andere verhandeln logisch und diplomatisch, wieder andere manipulieren, um die Situation oder die Menschen zu ihrem Vorteil zu verändern.

Aber was ist richtig? Gibt es ein Richtig? Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es: Nein es gibt nie den einen richtigen Weg. (Auch nicht beim Lösen von Schulaufgaben! 😉 Leider wird uns das oft nicht erzählt und wir müssen es selbst lernen, teilweise immer und immer wieder, weil wir uns gesagt wurde, dass es nur den einen richtigen Weg gibt.

Selbst die Geschichte zeigt uns mehrfach: Wenn wir ein bestehendes System stürzen wollen, hilft nur Gewalt, Revolution oder Putsche. Sie endeten zwar oft erfolgreich aber haben doch zig tausende Opfer gefordert.

 

Was hat Permakultur mit Wildnispädagogik und Neues aufbauen zu tun?

Die Kraft und Energie, die notwendig ist bestehende Systeme zu durchsteigen, zu infiltrieren und zu zerstören, ob nun taktisch oder gewalttägig ist enorm hoch. Und meist setzt sich das bestehende System mit aller Macht (Menschen, Geld und Sanktionen) dagegen. Auch hier kommt es wieder zu vielen Verlusten.

Deshalb ist der Hoffnungsschimmer am Horizont es mal anders zu machen. Einen anderen Weg zu gehen und wirklich Veränderung zu schaffen. Nicht durch den Umsturz des Alten und dann ein Chaos zu hinterlassen, sondern sich dem Neuen hinzuwenden und es beständig aufzubauen. Ein wunderbares Beispiel ist die Permakultur. Eine ganzheitliche Weltanschauung und eine Handlungsidee um ressourcenschonend, naturverbunden und enkeltauglich zu leben und zu wirtschaften. Seit fast vier Jahren geben wir Kurse auf einem Gelände in Berlin, dass zu Recht als Oase betrachtet werden kann. Vor allem im Sommer strahlt es in seiner ganzen Pracht: Das Peace of Land, ein permakultureller Gemeinschaftsgarten mitten in der Stadt, im Prenzlauer Berg, unweit des S-Bahnhofs Landsberger Allee.

Anstatt die konventionelle Landwirtschaft zu bekämpfen, geben sie ein gutes Beispiel wie es auch anders geht. Wie kann ich im Einklang mit dem Ort Vielfalt erhalten, Tieren und Pflanzen Lebensraum geben, Bildungsort sein und Menschen inspirieren und Erfahrungsraum sein.

Und genau das Gleiche bietet die Wildnispädagogik. Deshalb entstehen auch immer mehr Projekte, die diese Symbiose feiern! Das Humus-Festival ist eines von ihnen. Beides Permakultur und Wildnispädagogik haben den Fokus Neues aufbauen, anstatt Altes zu bekämpfen. Die Wildnispädagogik bekämpft nicht andere Pädagogik oder das Schulsystem. Wir möchten viel mehr eine Ergänzung und auch Alternative zeigen, die intrinsische Motivation weckt und ein Feuer entfacht eine Veränderung zu beginnen, die sich weiter trägt. Von der ihr eurer Familie erzählt, euren Freunden, euren Kollegen und allen denen ihr begegnet. Denn nur echte Leidenschaft steckt an und kann großes Neues schaffen.

Das PEACE of LAND bietet immer wieder Einblicke in die Permakultur, in den besonderen Garten und die Menschen, die ihn gestalten. Schaut doch mal auf ihrer Seite nach neuen Veranstaltungen und Seminaren und Tagen der offenen Tür.  www.peaceof.land

Hast du die Permakultur schon kennengelernt oder möchtest du mehr darüber lernen?

Wo hast du bereits altes hinter dir gelassen und dafür neues großartiges aufgebaut?

Schreib es uns gerne in die Kommentare.

Wir sind gespannt auf deine Erfahrungenund Geschichten. Veränderung hat so viele Gesichter.

Wilde Grüße von Lydia und Tom

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