Was hinter dem Räuchern steckt – Imbolc/Lichtmess-Räucherung

Räuchern Walk on the Wildside
Räuchern mit weißem Salbei in einer Abalone-Muschel
Wir sind Feuer und Flamme für das Räuchern!

Durch seine Arbeit als Wildnispädagoge brachte Tom das Räuchern in unsere kleine Familie.  Das erste Mal räucherten wir unsere Wohnung, nachdem er bei mir eingezogen war und wir alles fertig eingerichtet hatten und nun endlich “unsere” Wohnung willkommen hießen. Er holte seine große Muschel hervor, weißen Salbei und eine große Feder, zündete den Salbei an, wedelte die Flammen aus, so dass sie nur noch glühten und es begann sofort ein sehr intensiver Rauch den ganzen Raum auszufüllen. Wir reinigten zunächst uns selbst. Er machte es vor und wir folgten ihm. Der ganze Körper sollte mit dem Rauch benebelt werden, begonnen mit dem Herzen, dann über den Kopf, die Arme und Beine, hinter dem Rücken entlang und wieder mit dem Herzen schließend. Wir gingen dann durch die ganze Wohnung und er wedelte in jede Ecke und in jedes Möbelstück den intensiven Rauch. Nach ca. einer halben Stunde roch die ganze Wohnung nach Salbei, was noch zwei Tage anhalten sollte. Am Abend dieses Tages kamen Freunde zu einem Thanks-Giving Dinner vorbei. Salbei soll ja negative Energien reinigen und klären. Ich empfand den Abend mit den Freunden als besonders intensiv und harmonisch. Seitdem ist mein Feuer dafür entfacht.

Alte Kulturen und das Räuchern

Mit Kräutern, ihren Wirkungen und Verwendungsweisen beschäftige ich mich schon recht lange. Nun ist es natürlich noch spannender, welche Wirkung die Kräuter, Blüten, Harze oder Gewürze beim Räuchern entwickeln.
Sehr viele alte Kulturen räuchern oder haben geräuchert. In unseren Breiten haben die Kelten und Germanen entsprechend der Jahreszeiten und auch zu Übergängen im Leben geräuchert. Die Ureinwohner Nordamerikas haben je nach ihren Stämmen mit verschiedenen Pflanzen geräuchert, meist mit zeremoniellen Hintergrund oder zum Schutze, aber meist wie überall zum Heilen. Im Ayurveda, der alten indischen Lebensphilosophie gehören einheimische intensive Gerüche ebenso zum Alltag wie es auch immer in religiösen Ritualen in allen Teilen der Welt eine wichtige Rolle spielt.
Denn alle diese unterschiedlichen Kulturen wissen alle, dass Düfte direkt mit unserem Gehirn kommunizieren.

Der Geruchssinn ist der erste, der sich ausbildet, wenn wir zur Welt kommen. Somit ist unser “Geruchs-Gedächtnis” eines der reichhaltigsten und auch emotionalsten. Leider spielt der Geruchssinn ebenso wie der Geschmackssinn in unserer heutigen Zeit nicht mehr diese große Rolle, da unser Sehsinn so damit beschäftigt ist, das zu verarbeiten was uns tagtäglich umgibt. Aber dabei wissen wir, wie wunderbar es sich anFÜHLT, wenn wir eine Küche betreten, die nach frisch gebackenen Kuchen riecht oder auch frisch gewaschene Wäsche, eine Frühlingswiese oder ein Wald nach einem Sommerregen. Jeder von uns weiß wie solche Dinge riechen und gleich, nur bei der Erinnerung daran, entspannen wir etwas, nicht wahr?
Warum sollten wir dann nicht auch gezielter unserem gestressten Geist, dem aufgewühlten Gefühlsleben oder auch zum Beleben, Pflanzenteile verbrennen, damit wir uns besser fühlen? Wir essen ja auch bestimmte Dinge, trinken spezielle Tees oder zünden auch mal eine Duftkerze an, weil es sich dann gemütlicher anfühlt.

Natürlich räuchern

Räuchern ist die reinste Form Düfte aufzunehmen, denn leider sind einige Duftlampen, Duftöle oder Räucherstäbchen mit unschönen Dingen versehen, die giftig sein können. Die reinen Blüten oder Harze zu räuchern, ist somit sehr viel ungefährlicher und tatsächlich wirksamer.

Räuchern können wir draußen, drinnen, allein für uns oder mit mehreren Menschen. Es ist ein schöner, entspannter Bestandteil einer Zeremonie oder auch um einen gemütlichen Abend einzuläuten.
Wir für uns möchten dieses Jahr zu den Jahresfesten der alten Kelten räuchern und damit den Übergang zu den jeweiligen Jahreszeiten bewusster gestalten.

Imbolc/Lichtmess-Mischung

 

Wir beginnen damit am 02.02.17. Am zweiten Februar jedes Jahres findet das Imbolc/Lichtmess – Fest statt. Zu dieser Zeit beginnt der Boden langsam zu erwachen und die noch ruhenden Keime, beginnen sich aus der Erde zu winden. Je nach Wetterverlauf können wir dann Ende Februar/Anfang März schon erste Frühblüher und Blüten bewundern. Das Räuchern ehrt aber nicht nur die Natur, sondern bietet uns die Möglichkeit kurz inne zu halten und passende Fragen zu stellen, die vielleicht einige zu Beginn eines Jahres umtreiben.

“Welche Energien/Kräfte ruhen noch in mir und wollen nun ans Licht?”

“Welches Talent, welches Bedürnis möchte nun gelebt werden?”

“Wofür brennt mein inneres Feuer und möchte nun Gestalt annehmen?”

Was ist in der Imbolc/Lichtmess-Mischung drin?

Für die Imbolc/Lichtmess-Mischung werden wir dieses Jahr einen Mix aus Birkenrinde, Eisenkraut, Mädesüß, Thymian, weißen Salbei, weißen Copal und Lorbeer räuchern. Solltet ihr Interesse an den Wirkungen der jeweiligen Kräuter haben, schreibt mir gern einen Kommentar. Dann mach ich dazu einen neuen Beitrag.

Demnächst erkläre ich auch noch mal ausführlich wie wir räuchern und was es sonst noch gibt.

Eine große Auswahl an Räucherwerk findet ich auf  www.dragonspice.de.

Das nächste Jahresfest ist die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche am 21. März.

Falls ihr euch eine gemeinsame Räucher-Zeremonie wünscht, ob als Veranstaltung oder als Teil unsere Wildnisgruppe, dann lasst es uns wissen und schreibt uns über das Kontakt-Formular.

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